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energie magazin .at(https://www.energiemagazin.at/)
Energiewirtschaft Strompreise in Österreich 2026: Was eine kWh aktuell kostet
Das Wichtigste in Kürze
Ein Haushalt zahlt 2026 im Schnitt rund 29 Cent pro kWh - günstige Neukundentarife liegen je nach Region schon bei 21 bis 25 Cent.
Der Preis besteht aus drei Blöcken: Energie (~40 %), Netzentgelt (~30 %) und Steuern/Abgaben (~30 %). Nur den Energieteil beeinflussen Sie durch einen Anbieterwechsel.
Ein Wechsel bringt je nach Bundesland bis zu rund 300 Euro pro Jahr - am meisten dort, wo der Landesversorger-Tarif teuer ist.
Die Strompreisbremse ist Ende 2024 ausgelaufen; die Elektrizitätsabgabe ist für Haushalte 2026 befristet auf 0,1 Cent/kWh gesenkt - und die Börsenpreise sind seit den Krisenspitzen deutlich gefallen.
Was eine Kilowattstunde 2026 kostet
Der österreichische Durchschnitt liegt 2026 bei rund 29 Cent pro Kilowattstunde - inklusive Netz, Steuern und Abgaben, gerechnet auf einen typischen Haushalt mit etwa 3.500 kWh Jahresverbrauch. Das ergibt grob 750 bis 1.000 Euro Stromkosten im Jahr, je nach Region und Tarif. Günstige Neukundentarife gibt es allerdings schon ab 21 bis 25 Cent . Genau diese Spanne ist die gute Nachricht: Wer nicht beim teuren Standardtarif bleibt, zahlt spürbar weniger.
Die Bandbreite zwischen den Bundesländern und Anbietern ist groß und reicht von rund 23 bis 35 Cent pro kWh. Wichtig zu wissen: Nach den Krisenspitzen von über 60 Cent im Jahr 2022 haben sich die Börsenpreise inzwischen wieder auf ein Niveau nahe der Vorkrisenzeit eingependelt. Teuer wirkt der Strom heute vor allem durch Netzentgelte und Abgaben - nicht durch den reinen Energiepreis.
Wie viel ein Haushalt verbraucht - und was das kostet
Wie hoch die Rechnung ausfällt, hängt vor allem am Verbrauch. Grobe Richtwerte für einen österreichischen Haushalt:
Haushalt Verbrauch pro Jahr Kosten pro Jahr (ca. 29 ct)
1 Person, Wohnung rund 1.500 kWh ca. 435 €
2 Personen rund 2.500 kWh ca. 725 €
3 bis 4 Personen, Haus 4.000 bis 5.000 kWh 1.160 bis 1.450 €
zusätzlich Wärmepumpe oder E-Auto plus 2.000 bis 4.000 kWh deutlich mehr
Ein günstiger Tarif statt des Standardtarifs macht bei einem Vier-Personen-Haushalt schnell mehrere Hundert Euro im Jahr aus - bei hohem Verbrauch entsprechend mehr.
Woraus sich der Strompreis zusammensetzt
Die Rechnung besteht immer aus drei Blöcken. Nur einen davon können Sie selbst beeinflussen:
Bestandteil Anteil Was dahintersteckt
Energiepreis ca. 40 % Der reine Strompreis Ihres Lieferanten - der einzige Teil, den Sie durch einen Anbieterwechsel senken.
Netzentgelt ca. 30 % Entgelt für die Nutzung des Stromnetzes. Reguliert von der E-Control, je Bundesland unterschiedlich.
Steuern und Abgaben ca. 30 % Elektrizitätsabgabe (regulär 1,5 Cent/kWh, für Haushalte 2026 befristet 0,1 Cent), 20 % Umsatzsteuer und der Ökostromförderbeitrag.
Der entscheidende Punkt: Netzentgelt und Steuern sind für alle in einer Region gleich - egal, bei welchem Anbieter Sie sind. Der Wettbewerb spielt sich allein beim Energiepreis ab, und dort unterscheiden sich die Anbieter laut E-Control um bis zu 60 Prozent. Genau hier liegt das Sparpotenzial.
Betriebe zahlen nach derselben Systematik, aber mit anderen Beträgen: 16,32 Cent je kWh im Schnitt für große Industriebetriebe, dafür ohne Umsatzsteuer und mit deutlich niedrigeren Netzkosten. Was Unternehmen zahlen und welche Entlastungen es gibt, steht beim Industriestrompreis(https://www.energiemagazin.at/industriestrompreis-in-oesterreich/).
Warum die Preise gestiegen - und dann wieder gefallen sind
Drei Dinge haben die Stromrechnung seit 2025 nach oben getrieben:
Ende der Strompreisbremse(https://www.energiemagazin.at/strompreisbremse-und-netzkostenzuschuss-in-osterreich/) (31.12.2024): Haushalte zahlen wieder den vollen Tarifpreis, der staatliche Zuschuss auf die ersten 2.900 kWh ist weg. Für einkommensschwache Haushalte gibt es dafür seit April 2026 den Sozialtarif(https://www.energiemagazin.at/sozialtarif-strom-oesterreich/) - 6 Cent je kWh, ebenfalls bis 2.900 kWh.
Höhere Netzentgelte: 2025 stiegen sie im Schnitt um rund 23 Prozent. 2026 fällt die Änderung regional sehr unterschiedlich aus - von etwa minus 9 Prozent in Salzburg bis plus 16 Prozent im Burgenland.
Elektrizitätsabgabe: Der während der Krise auf 0,1 Cent gesenkte Satz stieg 2025 wieder auf die regulären 1,5 Cent pro kWh.