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Stiftungsindex Stiftungsverzeichnis · seit 2018(https://www.stiftungsindex.de/)

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Stiftungsverzeichnis

Gibt es ein zentrales Stiftungsverzeichnis? Wo Sie die Verzeichnisse der Länder, die Stiftungssuche des Bundesverbands und ab 2028 das Stiftungsregister finden.

Wer hierzulande eine Stiftung sucht, stößt schnell auf ein Problem: Ein einziges amtliches Verzeichnis für das ganze Land gibt es bis heute nicht. Die Daten liegen verteilt bei 16 Ländern, beim Bundesverband und in regionalen Datenbanken. Erst ab 2028 kommt ein bundesweites Register. Bis dahin hilft es, die Stärken und Lücken jeder Quelle zu kennen.

Das Stiftungsverzeichnis der Länder

Jedes Bundesland führt ein eigenes Stiftungsverzeichnis. Zuständig ist die Stiftungsbehörde, also die staatliche Aufsicht. In Baden-Württemberg sind das die vier Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen, in Berlin die Senatsverwaltung für Justiz. Aufgenommen werden die rechtsfähigen Stiftungen mit Sitz im jeweiligen Land.

Typische Angaben im amtlichen Verzeichnis:

Name und Sitz

Anschrift

Stiftungszweck

vertretungsberechtigte Personen, meist der Vorstand

Die Einsicht ist in der Regel kostenlos und ohne Begründung möglich. Viele Länder bieten im Internet eine Suche nach Name, Zweck oder Ort an, Baden-Württemberg etwa über sein Serviceportal. Zwei Einschränkungen sollten Sie kennen. Treuhänderische und kirchliche Einrichtungen fehlen meist, manche Länder nehmen auch private Familienstiftungen aus. Außerdem begründet ein Eintrag keine Vermutung der Richtigkeit. Die Behörde übernimmt also keine Gewähr dafür, dass Anschrift oder Vorstand noch stimmen.

Wie aktuell sind die Einträge?

Das hängt von den Stiftungen selbst ab. Sie müssen der Aufsicht jede Änderung mitteilen, etwa einen neuen Vorstand, eine neue Anschrift oder eine geänderte Satzung. Die Stiftungsbehörde trägt jede gemeldete Änderung nach, prüft aber nicht von sich aus, ob die Daten noch stimmen. Nicht jede Stiftung meldet sofort. Vor einer Anfrage lohnt deshalb immer ein Blick auf die eigene Website der Stiftung. Gerade bei älteren Einträgen aus Baden-Württemberg oder anderen großen Ländern kann sich seit der letzten Meldung einiges verschoben haben.

Die Stiftungssuche des Bundesverbands

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen(https://www.stiftungen.org/startseite.html) sammelt seit Jahrzehnten Daten aus dem ganzen Land. Früher erschienen sie als mehrbändiges „Verzeichnis Deutscher Stiftungen“ in Buchform, heute ist die Datenbank online erreichbar. Ein Teil der Funktionen ist kostenpflichtig.

Der Vorteil: Die Suche ist bundesweit und lässt sich nach Thema, Region und Förderbereich filtern. Sie zeigt die ganze Vielfalt des Sektors, von der kleinen Familienstiftung bis zur großen gemeinnützigen Organisation. Der Nachteil: Die Angaben beruhen auf freiwilligen Auskünften. Was veröffentlicht wird, entscheiden Stifter oder Vorstand. Kleine Einrichtungen ohne Interesse an Anträgen tauchen oft nur mit dem Namen auf.

Vor der Online-Datenbank war das Verzeichnis Deutscher Stiftungen ein dickes Nachschlagewerk.

Regionale Datenbanken und Netzwerke

Viele Städte haben eigene Netzwerke, in denen sich Förderer vor Ort gemeinsam präsentieren. Die Stiftungsinitiative der Region Hannover etwa listet in ihrer Online-Datenbank 155 Stiftungen. Solche Übersichten sind oft aktueller als das amtliche Verzeichnis und nennen konkrete Förderschwerpunkte. Für lokale Ideen lohnt außerdem ein Blick auf die Bürgerstiftung als Förderer(https://www.stiftungsindex.de/buergerstiftung/) der eigenen Stadt.

Eine praktische Linkliste mit den Verzeichnissen aller 16 Länder und weiteren Suchhilfen pflegt die Bundeszentrale für politische Bildung(https://www.bpb.de/die-bpb/foerderung/akquisos/549402/stiftungen-als-finanzierungsquelle-linklisten-und-verzeichnisse-fuer-die-recherche/).