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Nr. 7154664
27.08.2026
Energiewende im Norden: Zuversicht trifft auf Investitionshemmnisse
Energiewendebarometer 2026: Unternehmen sehen Chancen, fordern aber mehr Planungssicherheit, weniger Bürokratie und wettbewerbsfähige Energiepreise
Die norddeutsche Wirtschaft blickt so positiv auf die Energiewende wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig bremsen hohe Energiepreise, fehlende Planungssicherheit und Bürokratie wichtige Investitionen. Das zeigt eine Sonderauswertung des DIHK-Energiewendebarometers für die 13 Mitgliedskammern der IHK Nord.
Für das Energiewendebarometer bewerten die Unternehmen die Auswirkungen der Energiewende auf ihre Wettbewerbsfähigkeit auf einer Skala von −100 Punkten (sehr negativ) bis +100 Punkten (sehr positiv). Die norddeutschen Unternehmen erreichen dabei mit +0,92 Punkten 2026 einen leicht positiven Wert. Im Bundesdurchschnitt liegt die Bewertung mit −11,5 Punkten weiterhin im negativen Bereich. Zum Vergleich: In der IHK Nord-Region lag der Wert 2025 noch bei −1,34 Punkten, 2024 bei knapp −8 Punkten. Damit verbessert sich die Bewertung der Energiewende im Norden zum dritten Mal in Folge. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch: Die Unternehmen bewerten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ihrer Umsetzung zunehmend skeptisch. Hohe Kosten, regulatorische Unsicherheiten und bürokratische Belastungen erschweren vielerorts die notwendigen Investitionen.
Bürokratie und mangelnde Planbarkeit größte Hemmnisse
Die größten Hindernisse für die Unternehmen bei der Transformation hin zu mehr Klimaschutz bleiben struktureller Natur: 62,9 Prozent nennen Bürokratie als zentrales Hemmnis, 61,7 Prozent kritisieren die fehlende Planbarkeit der Energiepolitik und 49,9 Prozent langsame Planungs- und Genehmigungsverfahren. Gleichzeitig werden hohe Energiepreise von 28,1 Prozent der Betriebe als Hemmnis genannt. Knapp 76 Prozent der Unternehmen stimmen zu, dass Steuern und Abgaben auf den Strompreis gesenkt werden sollten.
„Die Unternehmen erkennen die wirtschaftlichen Chancen der Energiewende.