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09.07.2026

Versorgungssicherheit & Resilienz

Wie die Energiewirtschaft Sicherheit und Widerstandsfähigkeit unserer Energieversorgung auch künftig gewährleistet.

Zusammenfassung des Beitrages

Versorgungssicherheit und Resilienz sind zentrale Voraussetzungen für ein widerstandsfähiges deutsches und europäisches Energiesystem. Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, auf Schocks und Krisen so zu reagieren, dass die Energieversorgung aufrechterhalten und das System wiederhergestellt oder an einen stabileren Zustand angepasst werden kann. Versorgungssicherheit ist gegeben, wenn Energieversorgung und Energiebedarf jederzeit im Gleichgewicht sind.

Herausforderungen entstehen unter anderem durch Cyberangriffe, Sabotage und Spionage gegen Kritische Infrastrukturen, Klimawandelfolgen, Import- und Lieferkettenrisiken sowie die Transformation zu einem stärker dezentralen Energiesystem. Aus Sicht des BDEW gehören Vorsorge, wirksame Krisenbewältigung und kontinuierliches Monitoring zu den Grundprinzipien der Resilienz. Verantwortung tragen Energieunternehmen, staatliche Ebenen und die Europäische Union gemeinsam; zugleich sind europäische Zusammenarbeit und die Koordinierung mit Nachbarstaaten wesentlich.

Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gerne darauf hin.

Spätestens seit der Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist die hohe Bedeutung von Resilienz des europäischen und deutschen Energiesystems in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft umfassend deutlich geworden. Während die Energiekrise dank der gemeinsamen Anstrengungen der Energieunternehmen und der politischen Akteure erfolgreich bewältigt wurde und die Abhängigkeit von russischen Energieträgern in Deutschland und vielen, wenn auch noch nicht allen, EU-Mitgliedstaaten signifikant verringert bis überwunden wurde, wird die Resilienz des Energiesektors in seinen vielen Facetten auch weiterhin einen herausragenden Stellenwert behalten.

Dossier Artikel 09.07.2026 Vielfalt im Energiemix: Gas, Wasserstoff und Biomethan als Säulen der Versorgungssicherheit(https://www.bdew.de/energie/versorgungssicherheit-resilienz/gas-wasserstoff-biomethan/)

Dossier Artikel 09.07.2026 Strom: Wie die Versorgung der Zukunft gesichert wird Ausbaupfade beibehalten, Speicher anreizen, Stromnetze ausbauen: Wie wir die Versorgungssicherheit im Stromsystem beibehalten.(https://www.bdew.de/energie/versorgungssicherheit-resilienz/strom/)

Dossier Artikel 09.07.2026 Wie der Schutz Kritischer Infrastrukturen gelingt Die sicherheitspolitische Lage zwingt zu verstärktem Schutz Kritischer Infrastrukturen. Der BDEW hat dafür konkrete Handlungsempfehlungen...(https://www.bdew.de/energie/versorgungssicherheit-resilienz/kritische-infrastrukturen/)

Dossier Artikel 09.07.2026 Lieferketten: Abhängigkeiten reduzieren, Diversifizierung vorantreiben Wie die Lieferketten von sauberen Technologien, Komponenten und kritischen Rohstoffen widerstandsfähiger werden.(https://www.bdew.de/energie/versorgungssicherheit-resilienz/lieferketten/)

Sicherheitspolitik und Klimarisiken zusammendenken

Resilienz muss breit gedacht werden: Sicherheitspolitische Herausforderungen und die neuen geopolitischen und geoökonomischen Realitäten sind ebenso zu berücksichtigen wie der zunehmend rasant fortschreitende Klimawandel mit seinen physischen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Nicht zuletzt sind gesellschaftliche Akzeptanz und Widerstandsfähigkeit die Basis von Resilienz. Wie die Nationale Sicherheitsstrategie (2023) festgehalten hat, sind unsere Wirtschaft und Gesellschaft komplexen Bedrohungen ausgesetzt, zu welchen hybride Angriffe wie Cyberangriffe, Sabotage und Spionage auf die Kritischen Infrastrukturen (KRITIS) gehören. Zugleich zählen Energieinfrastrukturen zu den wichtigsten und schützenswertesten KRITIS-Bereichen, da von ihnen weitere KRITIS, wie zum Beispiel Kommunikationsnetze, Wasser- und Abwasserversorgung oder die Gesundheitsversorgung, abhängen.

Gleichzeitig werden Deutschland und die EU auch in Zukunft auf Importe von Energieträgern angewiesen sein, womit diverse Lieferkettenrisiken einhergehen können. Dabei tragen Gas- und perspektivisch Wasserstoffspeicher wesentlich zur Stabilität und Sicherheit der Energieversorgung bei. Importabhängigkeit und Lieferkettenrisiken bestehen ebenso für die Importe von Energiewendetechnologien und (IT-)Komponenten, die zu einem großen Teil nicht in Deutschland und der EU produziert werden, sowie die Versorgung mit kritischen Rohstoffen, die für die Herstellung von sauberen Technologien unabdingbar sind.

Konflikte um Einflusssphären nehmen zu

Die globale Weltordnung wird durch Multipolarität und wachsende Instabilität geprägt. Das geht einher mit geopolitischen Machtkonkurrenzen und geoökonomischem Wettbewerb um Wertschöpfung. Sichtbar wird dies nicht nur im Krieg Russlands gegen die Ukraine, sondern auch in zunehmenden Konflikten um Einflusssphären und dem Streben nach wirtschaftlicher und technologischer Dominanz, sowohl in China als auch in den USA. Wirtschaftliche Verflechtung wird in den politischen Auseinandersetzungen zum eigenen Vorteil und Machtgewinn instrumentalisiert. Auch der Energiesektor bleibt davon nicht unberührt. Mit dem Wegfall der USA als Garant der liberalen Weltordnung und der Unberechenbarkeit der US-Politik, darunter der protektionistischen Zoll- und Handelspolitik, schwindet eine Hauptgrundlage unseres Wachstums und Wohlstands.

Mehr Dezentralität durch Erneuerbare Energien

Die Auswirkungen der Transformation hin zu mehr Erneuerbaren Energien(https://www.bdew.de/energie/erneuerbare-energien/), darunter die damit einhergehende stärkere Dezentralität sowie Dargebotsabhängigkeit, führen zu steigenden Anforderungen an die Energienetze. Daraus leiten sich Optionen für einen höheren Grad an Eigenversorgung ab. All dies muss bei der Betrachtung der Resilienz des Energiesystems berücksichtigt werden.