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Neuer Cat 834 Raddozer für den Erzberg
Oktober 12, 2026(https://baublatt.at/2026/10/12/)
Von Baublatt Redaktion(https://baublatt.at/ueber-uns/)
37.000 Betriebsstunden, rund 40 Kilometer Fahrwege und 13 Millionen Tonnen Gestein pro Jahr: Am steirischen Erzberg müssen Baumaschinen außergewöhnlichen Belastungen standhalten. Die VA Erzberg GmbH hat deshalb ihren bewährten Cat 834K durch einen neuen Cat 834 Raddozer ersetzt. Der rund 48 Tonnen schwere Spezialist übernimmt Planierarbeiten, sichert Abkippstellen und hält die weitläufigen Fahrwege instand.
Seit rund 50 Jahren setzt die VA Erzberg auf Raddozer von Caterpillar. Anders als klassische Planierraupen verbinden diese Maschinen eine hohe Schubleistung mit der Mobilität eines Radfahrzeugs. Das ist besonders auf den weit auseinanderliegenden Etagen des Erzbergs von Vorteil.
Der Abbaubetrieb läuft an rund 330 Tagen im Jahr und rund um die Uhr. Jährlich werden etwa 13 Millionen Tonnen Gestein gewonnen. Daraus entstehen rund 3,3 Millionen Tonnen hochwertige Rohstoffe für die Roheisenerzeugung der voestalpine in Linz und Donawitz. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der eingesetzten Maschinen.
Raddozer statt Planierraupe im Tagebau
Eine zentrale Aufgabe des Cat 834 ist die Instandhaltung des rund 40 Kilometer langen Fahrwegenetzes. Dieses erstreckt sich über mehrere Abbauetagen und langgezogene Rampen. Neben dem Anlegen neuer Fahrwege gehören die laufende Instandhaltung und der Winterdienst zum Einsatzspektrum.
Besonders wichtig ist der Raddozer im sogenannten Sturzbetrieb. Dabei transportieren starre Muldenkipper das abgebaute Material zu den Abkippstellen an den Etagenkanten. Dort müssen Schutzriegel verhindern, dass die Fahrzeuge beim Entladen über die Kante geraten.
Der Cat 834 übernimmt das Anlegen und Instandhalten dieser Schutzriegel. Auch vor Sprengarbeiten werden seitliche Schutzwälle errichtet. Darüber hinaus ebnet die Maschine Flächen nach dem Baggereinsatz ein.
Für diese Aufgaben wären aufgrund der großen Entfernungen mehrere Planierraupen erforderlich. Der Raddozer kann dagegen vergleichsweise rasch zwischen den Einsatzorten wechseln. Seine hohe Mobilität ist damit ein wesentlicher wirtschaftlicher Vorteil.
Von links: Peter Schimek (Bohr- & Sprengtechnik, Tagbau VA Erzberg GmbH), Peter Aflenzer (Instandhaltung Erzproduktion, VA Erzberg GmbH), Hans-Peter Bachler (Maschinist, VA Erzberg GmbH), Hannes Pluch (Betriebsleiter, VA Erzberg) bei der symbolischen Schlüsselübergabe mit Peter Hannes Gurmann (Verkauf, Zeppelin Österreich, Niederlassung Graz), Patrick Gruber (Leiter der Niederlassung Graz, Zeppelin Österreich), Ferdinand Luschnig (Leiter der Niederlassung Villach, Zeppelin Österreich) und Reinhard Gugl (Kundendienstberater, Niederlassung Graz, Zeppelin Österreich) vor dem neuen Raddozer Cat 834.
„Angesichts der großen Materialmengen, die wir bereits seit längerer Zeit hier am Erzberg bewegen, hat die Verfügbarkeit der Geräte für uns eine hohe Priorität“, erklärt Peter Schimek, Leiter der Bohr- und Sprengtechnik der VA Erzberg GmbH.
37.000 Betriebsstunden mit dem Cat 834K
Der bisher eingesetzte Cat 834K hatte rund 37.000 Betriebsstunden absolviert. Er war vor etwa zehn Jahren als Nachfolger eines Cat 824H angeschafft worden. Im Sommer 2026 erfolgte nun die Ablöse durch die aktuelle Generation des Cat 834.
Die lange Einsatzdauer des Vorgängers war ein wesentliches Argument für die erneute Entscheidung zugunsten von Caterpillar. Hinzu kamen die höhere Leistung der neuen Maschine und die Betreuung durch Zeppelin Österreich. „Generell haben wir mit der Marke Caterpillar und der Betreuung durch die Firma Zeppelin Österreich sehr gute Erfahrungen gemacht und uns auch aus diesem Grund für die Investition in die neueste Cat Raddozer Generation entschieden“, betont Schimek.
Der ältere Cat 824H bleibt weiterhin als Reservemaschine im Betrieb. Vor allem beim Winterdienst bietet sein schräggestelltes Schild Vorteile.
Der neue Cat 834 wird von Hans-Peter Bachler gefahren. Er arbeitet seit fast 15 Jahren bei der VA Erzberg und wechselte 2019 vom Muldenkipper auf den Raddozer. Für seinen Einsatz wurde die neue Maschine in Zusammenarbeit mit Zeppelin mit einem GPS-System ausgestattet. Dieses unterstützt den Fahrer dabei, die vorgegebenen Geländegeometrien im Sturz- und Abkippbereich präzise einzuhalten.