Schnellladeinfrastruktur
An unbewirtschafteten Rastanlagen
Schnellladeinfrastruktur
Flächendeckende E-Mobilität
Mit dem E-Auto von Hamburg nach München? Wir bauen ein flächendeckendes Schnellladenetz entlang der deutschen Autobahnen auf. Mit insgesamt rund 4.000 neuen Ladepunkten ist das Gesamtnetz so geplant, dass alle zehn Minuten Ladesäulen an den Autobahnen zu erreichen sind. Die Länge der Strecke spielt damit keine Rolle mehr.
Unser Engagement für eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Im Rahmen des Deutschlandnetzes des Bundes entstehen bis Ende 2026 an 200 unbewirtschafteten Rastanlagen rund 1.000 Schnellladepunkte. Dazu hat die Autobahn GmbH nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens die Zuschläge an folgende Unternehmen erteilt:
Fastned Deutschland GmbH & Co KG
E.ON Drive Infrastructure GmbH
Autostrom plus GmbH
TotalEnergies Charging Solutions Deutschland GmbH
Langfristig soll das Netz insgesamt rund 4.000 HPC-Ladepunkte – HPC steht für High Power Charging – entlang der Autobahnen umfassen.
Eröffnung des 100. Deutschlandnetz-Schnellladeparks an unbewirtschafteter Rastanlage
Alle anzeigen(https://youtu.be/0kX0FMVx1eo)
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Alle Schnellladepunkte auf einen Blick
Diese Karte zeigt Ihnen die Standorte der geplanten Schnellladepunkte auf den unbewirtschafteten Rastanlagen.
Klicken Sie auf die einzelnen Ladepunkte für mehr Informationen.
Standorte
Die Verteilung der Standorte basiert auf einer umfassenden verkehrsplanerischen Bedarfsanalyse der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur. Bei der Planung wurden die bereits vorhandene und geplante Ladeinfrastruktur auf bewirtschafteten Rastanlagen oder Autohöfen, die steigende Nachfrage nach Schnellladeinfrastruktur in den kommenden Jahren sowie sich abzeichnende technische Entwicklungen berücksichtigt. Die Ladepunkte an den unbewirtschafteten Rastanlagen stellen damit eine Ergänzung dar.
Kapazitäten
Jeder geplante Standort an einer unbewirtschafteten Rastanlage umfasst 4, 6 oder 8 Schnellladepunkte. Die ersten Ladesäulen sollen im kommenden Jahr einsatzbereit sein. Die HPC-Ladepunkte entsprechen den neuesten technischen Standards und sind zukunftssicher. Die Mindestnennleistung jedes Ladepunktes beträgt 200 kW. Die maximale Ladeleistung jedes Ladepunktes muss mindestens 300 kW betragen und liegt vor, wenn die Ladesäule nur von einem Fahrzeug genutzt wird.
Service und Verfügbarkeit
Der Bezahlvorgang wird bei allen Ladepunkten mittels gängiger kontaktloser Kartenzahlungssysteme möglich sein. Um eine hohe Verfügbarkeit der Ladepunkte zu garantieren, sind die Betreiber verpflichtet, eine Servicehotline anzubieten, die rund um die Uhr besetzt ist. Zudem übermittelt jede Ladesäule nahezu in Echtzeit Statusinformationen an die Autobahn GmbH. Bei Nicht-Verfügbarkeit des Ladepunktes werden die Ausfallzeiten registriert und nach Toleranzabzug je Ausfallminute mit Strafzahlungen geahndet.
Hintergrund Deutschlandnetz: Flächendeckendes Schnellladenetz für Elektroautos
Der Bund sorgt mit dem Deutschlandnetz für ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes und nutzerfreundliches Schnellladenetz in ganz Deutschland. Geplant sind mehr als 1.000 Standorte mit rund 9.000 Schnellladepunkten. Das Deutschlandnetz stellt sicher, dass der nächste Schnellladepunkt überall in Deutschland in wenigen Minuten erreichbar ist.
Im September 2023 hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) die Ausschreibung der 23 Regionallose in insgesamt sechs Regionen (Nord-West, Nord-Ost, Mitteldeutschland, Süd-Ost, Süd-West und West) erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt zehn verschiedene Unternehmen werden die 900 Regional-Standorte mit rund 8.000 neuen Schnellladepunkten für Elektroautos errichten und betreiben. Die 200 Autobahn-Standorte an den unbewirtschafteten Rastanlagen sind Teil des Deutschlandnetzes.
Schnellladegesetz
Das „Gesetz zur Bereitstellung flächendeckender Schnellladeinfrastruktur für reine Batterieelektrofahrzeuge“, kurz Schnellladegesetz (SchnellLG), wurde im Mai 2021 vom Bundestag beschlossen. Mit dem Gesetz hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) die Rechtsgrundlage für den gezielten Ausbau eines deutschlandweiten Netzes von Schnellladepunkten geschaffen.
Auf Grundlage des Schnellladegesetzes wurden die Ausschreibungen im Rahmen des Deutschlandnetzes durchgeführt, um einen effizienten Aufbau des Schnellladenetzes für den Fern- und Mittelstreckenverkehr zu gewährleisten. Ebenso hat die Autobahn GmbH nach dem Schnellladegesetz den Inhabern einer Konzession zum Betrieb eines Nebenbetriebes mit Tankstelle unter Berücksichtigung der Gewinnaussichten angeboten, die Errichtung, Unterhaltung und den Betrieb der an diesem Standort geplanten Schnellladepunkte eigenwirtschaftlich zu übernehmen.
E-Lkw laden entlang der Autobahn
Der Weg zum deutschlandweiten Lkw-Schnellladenetz
Der Straßengüterverkehr steht vor einer grundlegenden Transformation. Damit batterieelektrische Lkw auch auf langen Strecken zuverlässig unterwegs sein können, entsteht entlang der deutschen Autobahnen ein flächendeckendes Schnellladenetz.
Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat gemeinsam mit der Autobahn GmbH des Bundes und der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur ein Konzept für den bundesweiten Ausbau entwickelt. Ziel ist es, Ladeinfrastruktur genau dort bereitzustellen, wo Lkw heute ihre gesetzlich vorgeschriebenen Fahr- und Ruhepausen einlegen.
Das geplante Netz umfasst:
351 Standorte entlang der Bundesautobahnen
227 bewirtschaftete Rastanlagen
124 unbewirtschaftete Rastanlagen
rund 1.800 MCS-Ladepunkte (Megawatt Charging System)
rund 2.400 CCS-Ladepunkte
Im Juni 2026 wurden die ersten Aufträge für Planung, Bau und Betrieb der Ladeinfrastruktur an 124 unbewirtschafteten Rastanlagen vergeben. Damit beginnt der Aufbau eines der größten Lkw-Schnellladenetze Europas.
So funktioniert das Laden
Laden während der Pause
Nach spätestens 4,5 Stunden Fahrt ist eine Pause von 45 Minuten vorgeschrieben. Diese Zeit kann genutzt werden, um den E-Lkw nachzuladen.
Einfach finden
Ladepunkte werden in Navigations-, Flottenmanagement- und Lade-Apps angezeigt. Verfügbarkeit, Ladeleistung und Reservierungen sind in Echtzeit abrufbar.
Reservieren oder spontan laden
Ladeplätze können vorab reserviert oder direkt vor Ort genutzt werden. Die Freigabe erfolgt per Ladekarte, App oder Kartenzahlung.
„Bring your own power“ - Laden mit dem eigenen Stromvertrag
Das Durchleitungsmodell ermöglicht es Flottenbetreibern, ihren Stromvertrag an allen Standorten des Lkw-Schnellladenetzes zu nutzen.
Hohe Ladeleistung
MCS-Laden für schnelles Nachladen während der Fahrerpause
CCS-Laden für flexible Ladebedarfe und längere Standzeiten
FAQ
Was ist eine Schnellladesäule?
Eine Schnellladesäule ist eine Ladesäule, die Gleichstrom (DC) mit hoher Leistung liefert, typischerweise zwischen 50 und 400 kWh. Sie ermöglicht es, Elektrofahrzeuge in kürzerer Zeit zu laden als herkömmliche Wechselstrom-Ladesäulen (AC). Schnellladesäulen sind häufig an Autobahnraststätten oder stark frequentierten Knotenpunkten zu finden. Schnellladesäulen werden zunehmend in das Deutschlandnetz integriert, um ein flächendeckendes Laden zu gewährleisten.
Warum ist es besser, die Route vor einer Reise mit einem E-Auto zu planen?
Die Planung einer Route ist besonders bei Elektroautos wichtig, da die Verfügbarkeit von Schnellladesäulen entlang der Strecke nicht überall gleichmäßig ist. Durch eine sorgfältige Planung können Sie Ladepausen effizient in Ihre Reise integrieren, um unnötige Wartezeiten oder Umwege zu vermeiden.
Welche verschiedenen Steckertypen gibt es bei Schnellladesäulen?
Die gängigsten Steckertypen in Europa sind der CCS-Stecker (Combined Charging System), der als Standard für Schnellladestationen etabliert ist, und der CHAdeMO-Stecker (Charge de Move), der hauptsächlich in asiatischen Fahrzeugen genutzt wird. Tesla-Supercharger nutzen einen proprietären Stecker, der jedoch zunehmend mit CCS kompatibel gemacht wird. Die Wahl des Steckertyps hängt vom Fahrzeugmodell ab.
Wie findet man Schnellladesäulen unterwegs?
Eine der zuverlässigsten Möglichkeiten, Schnellladesäulen unterwegs zu finden, ist das Deutschlandnetz , das von der Bundesregierung initiiert wurde. Das Deutschlandnetz soll bis 2026 ein flächendeckendes Netz von Schnellladestationen entlang der Autobahnen und in der Fläche bieten. Dabei wird garantiert, dass alle zehn Kilometer entlang der Hauptverkehrsachsen eine Schnellladesäule verfügbar ist. Informationen über Standorte und Verfügbarkeiten des Deutschlandnetzes finden Sie auf der offiziellen Webseite: Deutschlandnetz.de(https://www.deutschlandnetz.de/).
Auch haben viele moderne Fahrzeuge Navigationssysteme, die Ladestationen entlang der geplanten Route anzeigen. Zusätzlich ist die Nutzung von Apps oder Online-Tools empfehlenswert, um eine problemlose Reiseplanung zu gewährleisten.
Wie viel kostet das Schnellladen?
Die Kosten für das Schnellladen variieren je nach Anbieter und Ladeleistung. Typischerweise bewegen sich die Preise zwischen 0,50 Euro und 0,70 Euro pro kWh. (Stand Januar 2025)
Sind die Ladeparks durchgehend geöffnet?
Die meisten Schnellladeparks, insbesondere entlang der Autobahnen, sind rund um die Uhr geöffnet. Dies ermöglicht es Fahrern von Elektrofahrzeugen, auch nachts oder früh morgens problemlos zu laden.